Herbst in München (Teil 1)

kitsch as kitsch can.

Es gibt ja immer Phasen in denen man als reiner Hobbyfotograf ein wenig die Lust und den Fokus aufs Fotografieren aus den Augen verliert. Das ist etwas ganz normales, aber viele stört es, ich las erst letztens einen Forumsbeitrag der Photologen Gruppe auf Facebook genau zu dem Thema. Es gibt natürlich Techniken und Möglichkeiten, die eigene Kreativität wieder ein wenig anzustoßen und aufzuwecken. Die einen führen übers Jahr ein Notizbuch mit all den Ideen die man gerne irgendwann umsetzen möchte. Andere machen bei „Challenges“ mit in denen wöchentlich ein Foto abgegeben werden muss und zwingen sich auf diese Art, sich mit einem Thema zu beschäftigen.
Ich persönlich merke, dass ich durch kreativen Input sofort gepusht werde. Vorletzte Woche habe ich mir nebenher die Adobe Live Videos und Interviews auf Behance angesehen und unglaublich viele Ideen mitgenommen, von Illustrationen (und ich bin echt kein Illustrator!) über analoge Techniken wie das Marmorieren bis zu Möglichkeiten im Bereich CGI, die mich immer wieder sprachlos stehen lassen (dazu habe ich ja auch immer wieder Beispiele in meinem Insta-Account).
Mich persönlich stört das überhaupt nicht, da es bei mir wirklich immer nur Phasen sind und die Freude am Fotografieren bisher immer wieder kam.
Nun bin ich ein wenig abgeschweift, eigentlich wollte ich doch nur Bilder zeigen. Wie komme ich überhaupt auf das Thema? Die Zeit zwischen dem Sommerurlaub und dem Herbst ist bei mir meist so eine lustlose Phase was das Fotografieren angeht, aber spätestens wenn morgens die Nebelschwaden über die Monopteroswiese wabern muss ich die Kamera wieder aus dem Rucksack holen.

Der Mann, der da riesige Seifenblasen über die Wiese fliegen lässt, heißt Hubert und gehört schon zum gewohnten Bild auf der Monopteroswiese. Und wenn dann riesige Seifenblasen vor dieser Kulissen im Morgengrauen über die leergefegte Wiese ziehen – spätestens dann muss ich einfach meine Fuji rausholen und vor der Arbeit ein paar Fotos schießen.
Hubert hat natürlich auch einen Instagram-Account, also husch husch abonnieren ! Wenn ihr mal die Chance habt morgens einen Umweg über den englischen Garten zu machen, dann nutzt die! Hubert ist wahrscheinlich da – und auch wenn nicht ist das morgens wie 10 Minuten Wellness!

Die Ausarbeitung der Seifenblasen Bilder stellt mich dann immer wieder vor ein neues Problem. Ich liebe Schwarzweiß-Bilder! Die Reduktion auf eine Farbe bringt den Fokus einfach aufs Motiv. Bei Seifenblasen natürlich genauso wie bei Porträts. Nur haben Seifenblasen eben die Eigenschaft in allen Farben des Spektrums zu schillern (wer dazu was lesen will – Pustefix hat da was).

Die Bilder entstanden alle spontan, eigentlich wollte ich nur mal eben vom Monopteros den Blick auf die Innenstadt festhalten (das erste Bild im Artikel). Die Bilder mit Huberts Seifenblasen kamen dann noch schnell dazu, im Ganzen hat das nicht mehr als 10 Minuten gedauert.

Duo vs. Trio

Und mit ein bisschen Glück und gutem Timing entstehen dann noch solche Bilder, in denen die Menschen in der Seifenblase gefangen sind .

So schnell ist dann auch die Phase vorbei in der ich persönlich mal keine Lust aufs Fotografieren habe.