AUDYSSEY Lower East Side Audio Dock Air

Nach langem Hin und Her habe ich mir doch endlich mal einen Lautsprecher für die Küche gegönnt. Auf Dauer war das Geschepper aus dem iPad einfach nicht mehr zumutbar. Obwohl ich den Sound des iPads erstaunlich gut finde für so ein kleines Gerät.
Wichtig war mir vor allem AirPlay, um von allen Geräten ohne großes Gestöpsel sofort den Raum mit Musik ausfüllen zu können. AirPlay Lautsprecher gibts ja wie Sand am Meer, in Preisklassen von ~70€ bis – wie so oft bei Technikzeug – nach oben hin relativ offen. Für die Küche reicht da natürlich das untere Preissegment, auch hier bieten Sony, Philips und Konsorten eine Menge Auswahlmöglichkeiten. Meine Wahl ist zu guter Letzt auf den Audyssey Lower East Side Audio Dock Air gefallen. Aus dem einfachen Grund weil es ihn bei iBood zu einem günstigen Preis gab. Bei Amazon gibts noch nicht wirklich viele Bewertungen, war also eher in Kauf aus dem Bauchgefühl heraus.

Installation

Nach 10 Tagen Wartezeit (die aber schon beim Kauf klar waren) und ich schon fast vergessen hatte, dass da noch ein Päckchen aussteht kam das Teil endlich an. Also Verpackung auf, die doch überraschend schwere Box raus, Stromkabel eingesteckt und Handbuch rausgekramt. Handbuch ist allerdings übertrieben, das Teil hat eine Handvoll Seiten, viel gibt es ja auch nicht zu erklären. Die Installation dauert keine 5 Minuten, man verbindet den Lautsprecher mit seinem WLan und los gehts. Das Ganze funktioniert über ein Webinterface, man sucht am Rechner nach dem neuen Netzwerk „Audyssey soundso“, verbindet sich damit und kann dann über den Browser auf die Box zugreifen. Hier gibt man sein Heim-WLan inklusive Kennwort ein und verpasst dem Lautsprecher noch einen lustigen Namen. Dann dauerts noch 1-3 Minuten bis sich die Box mit dem heimischen WLan angefreundet hat – fertig.

Der Sound

Ich war tatsächlich extrem überrascht wie gut der Sound ist. Man liest häufig von etwas Bass-schwachen AirPlay Boxen, dieses Teil gehört auf keinen Fall dazu. Das Ding hat einen Wumms, da bleibt kein Auge trocken. Ich habe schon im iTunes Equalizer das „weniger Bässe“ Preset verwendet, grade Abends wenn unsere Kleine schon schläft. Bisher hatte ich nie verstanden was dieses Preset soll. 🙂
Auch die Lautstärke reicht locker für einen Raum von 25-30qm aus, da sind die Ansprüche natürlich verschieden, für den Hausgebrauch reichts aber locker, denke ich mal. Wenn man dann doch mal ausbauen möchte oder in mehreren Räumen die gleiche Musik spielen will, lassen sich auch mehrere Boxen miteinander verbinden. Geht meines Wissens nicht bei allen Herstellern, sollte man sich also vorher schlau machen. Wie gut das dann funktioniert kann ich leider nicht sagen.

Das Design

I like. Bei den meisten Lautsprechern für iPhone und iPad handelt es sich ja schon fast Designstudien, die man richtig im Raum ausstellen muss, damit sie dann auch schön zu Geltung kommen. Der Audyssey Lower East Side Audio Dock Air ist da eher der Golf I unter den Boxen. Klare Form ohne viel Schnörkel. Kein Ring, kein konischer Körper – nein, das Ding ist einfach nur ein Block. Minimalistisch, Old School. Und das finde ich gut so. Die Box steht bei uns in der Küche auf einem Billy und macht da ne echt gute Figur.

Nachteile

Großartige Nachteile fallen mir eigentlich nicht ein. Die Box lässt sich leider nicht komplett ausschalten, ist also immer im Standby, was auf die Stromrechnung geht. Also entweder ausstecken oder eine Zeitschaltuhr dranklemmen. Das ist zwar ein wenig ärgerlich, damit kann ich aber leben.
Ich habe ab und zu Ruckler, was aber wohl eher an meinem zickigen WLan liegt. Ist aber wirklich selten.
Nicht wirklich ein Nachteil, aber es gibt immer eine kleine Verzögerung beim Weiterschalten von Liedern oder bei Drücken von Play/Pause. Die Lautstärke-Regelung funktioniert komischerweise Verzögerungsfrei.

Also alles in allem ein geniales Teil und für 150€ durchaus zu empfehlen. Jetzt fehlt nur noch, dass Spotify endlich AirPlay in die Desktop-App einbaut, dann bin ich glücklich.

Veröffentlicht von

www.dominik-moser.de

Hi! Ich bin Dominik. Ich beschäftige mich beruflich und privat mit Bildbearbeitung, CGI, Fotografie und Design im Allgemeinen. Außerdem bin ich Ehemann, Vater und liebe gutes Sushi.

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